Der Verband Polnischer Germanisten und das Institut für Germanistik der Universität Wrocław laden ein zur Teilnahme
an der Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz
35 Jahre des Verbandes Polnischer Germanisten
35 Jahre des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche
Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen
11.-12. Dezember 2026, Universität Wrocław
Dieses Jahr feiert der Verband Polnischer Germanisten sein 35-jähriges Jubiläum. Die im Jahr 1990 ergriffene Initiative zur Gründung des Verbandes geht auf Prof. Dr. h.c. Franciszek Grucza zurück, dem es gelang, zahlreiche namhafte Germanisten polnischer Universitäten für dieses Projekt zu gewinnen. Der Verband wurde am 19. April 1991 beim Woiwodschaftsgericht in Warschau registriert. Im Vorstand waren Vertreter aller bedeutenden germanistischen Universitätsstandorte Polens vertreten, darunter die Adam-Mickiewicz-Universität in Posen, die Jagiellonen-Universität Krakau, die Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, die Universität Danzig, die Universität Łódź, die Pädagogische Hochschule Rzeszów (seit 2001 Universität Rzeszów), die Universität Warschau, die Universität Wrocław sowie die Schlesische Universität in Katowice.
In seiner inzwischen 35-jährigen, von vielfältigen Initiativen geprägten Geschichte blieb der Verband ein wichtiges Forum für die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen der germanistischen Forschung und Lehre. Damit fungierte er auch als eine übergreifende Integrations- und Förderungsinstanz für die polnischen Germanisten. Der Verband schuf somit Raum für die fortlaufende Reflexion über die Ziele und Aufgaben der polnischen Germanistik sowie über ihre Rolle im nationalen und internationalen wissenschaftlichen Diskurs, in der polnischen Gesellschaft und im deutsch-polnischen Dialog.
Ein anderes ebenso 35-järiges Jubiläum wird dieses Jahr ebenfalls gefeiert und bezieht sich auf einen nicht nur für die polnischen Germanisten bedeutsamen Vertrag. Er wurde am 17. Juni 1991 unterzeichnet und betraf gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen. Bis heute bildet er eine der wichtigsten Grundlagen der deutsch-polnischen Beziehungen. Der Vertrag hat auch die deutsch-polnischen Beziehungen im Bereich der Germanistik und Wissenschaft entscheidend geprägt. Er förderte die akademische Zusammenarbeit, stärkte die Germanistik in Polen und trug wesentlich zur gegenseitigen Verständigung und europäischen Integration bei. Die wissenschaftlichen Kontakte zwischen beiden Ländern gelten heute als ein bedeutendes Beispiel erfolgreicher grenzüberschreitender Kooperation. Die Verwirklichung der im Vertrag formulierten Ideen wäre ohne das Engagement und die konkreten Aktivitäten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ohne die fachübergreifenden Initiativen der Gemeinschaft der Germanisten nicht möglich gewesen.
Eine bedeutende Rolle im Prozess der Neuausrichtung der polnischen Germanistik – im Spannungsfeld zwischen neu gewonnener Freiheit und erweiterten Handlungsmöglichkeiten einerseits sowie neuen Verpflichtungen und Herausforderungen andererseits – spielte also der Verband Polnischer Germanisten. Ebenso trug er wesentlich zur Konsolidierung der Germanisten verschiedener Universitäten und akademischer Zentren in Polen bei sowie öffnete für die polnischen Germanisten neue Wege auch zur Zusammenarbeit mit den Vertretern sowohl der deutschen als auch der internationalen Germanistik. Damit leistet der Verband seit 35 Jahren einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der deutsch-polnischen Verständigung in ihren vielfältigen Dimensionen.
Die geplante Konferenz verfolgt das Ziel, einerseits eine Bilanz der 35-jährigen Entwicklung der germanistischen Forschung und Lehre in Polen zu ziehen und andererseits den gegenwärtigen Stand sowie die Zukunftsaussichten der polnischen Germanistik zu diskutieren.
Die zur Diskussion vorgeschlagenen Fragestellungen gliedern sich in folgendeThemenbereiche:
- germanistische Literatur- und Sprachwissenschaft: Rückblick, aktuelle Forschungstendenzen und zukünftige Herausforderungen;
- germanistische Forschung und Lehre an polnischen Universitäten: gegenwärtige Bildungsformate und Entwicklungsperspektiven;
- Didaktik der deutschen Sprache und Literatur im schulischen und akademischen Kontext;
- Präsenz und Bedeutung der deutschen Sprache, Literatur und Kultur in der polnischen Gesellschaft;
- die polnische Germanistik in Forschung und Lehre im Dienste der deutsch-polnischen Verständigung.
Unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Martin Kremer
Teilnahmebedingungen
- Konferenzsprache: Deutsch
- Anmeldefrist für Teilnahme mit Referat: 30.September 2026; Benachrichtigung über die Annahme des eingereichten Referatsvorschlags: 15. Oktober 2026; die Redezeit beträgt 30 Minuten (20 Minuten Vortrag und 10 Minuten Diskussion).
- Anmeldefrist für Teilnahme ohne Referat: 15. Oktober 2026.
- Anmeldeformular: https://forms.cloud.microsoft/e/FUa5zGaUQZ
- Die Konferenzgebühr in Höhe von 500 PLN/120 EUR ermöglicht die Teilnahme an allen Konferenzsektionen sowie am Konferenzabendessen. Die Tagungsgebühr für VPG-Mitglieder beträgt 400 PLN/100 EUR, sofern der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2026 entrichtet wurde.
- Detaillierte Informationen zur Zahlung der Konferenzgebühr werden nach der Annahme der Anmeldung bzw. des Referatsvorschlags bekanntgegeben.
- Eine Publikation der Beiträge (nach positiver Begutachtung) ist vorgesehen.
- Die Konferenz findet im Gebäude des Instituts für Germanistik der Universität Wrocław (Pl. B. Nankiera 15b, 50-140 Wrocław, Polen) statt.
Wir hoffen auf Ihr Interesse am Konferenzthema sowie auf zahlreiche Anmeldungen und laden Sie hierzu herzlich ein!